Entfernung von Schlupflidern

Schlupflider bezeichnen eine Lidfehlstellung, der der das Oberlid teilweise bis vollständig unter dem Gewebe des Augenbrauenbogens verschwindet. Eine extreme Ausprägung von Schlupflidern sind die Hängelider, die das Sichtfeld stark einschränken können. Schlupflider können genetisch oder altersbedingt sein, wenn das Gewebe erschlafft und die im Zuge des Alters herabsinkenden Augenbrauen die Schlupflider noch verstärken.

Obwohl Schlupflider keine Erkrankung darstellen und meist keine gesundheitlichen Einschränkungen bieten, werden sie aus persönlichen Gründen häufig als störend angesehen, da sie den Blick müde und die Augen kleiner wirken lassen. Mithilfe des schnellen, unkomplizierten Eingriffs können störende oder als unästhetisch empfundene Schlupflider ohne auffällige Narben korrigiert werden. Der Blick wirkt deutlich frischer und jünger und Einschränkungen im Sichtfeld können korrigiert werden.

Die wichtigsten Informationen

Die Entfernung von Schlupfliedern finden in der Regel im Zuge einer Oberlidstraffung ambulant und unter örtlicher Betäubung im Dämmerschlaf statt. In besonderen Fällen kann auch eine Vollnarkose gewählt werden. Allerdings sollten in diese Entscheidung die Narkoserisiken mit einbezogen werden. Vor dem Eingriff wird die Schnittlinie auf das Lid des Patienten gezeichnet.

Der Schnitt wird in der Lidfalte gesetzt, um die Narben möglichst unauffällig zu halten. Nachdem der miskroskopische Schnitt gezogen wurde, wird die Lidhaut abgehoben und das überschüssige Fett- und Hautgewebe entfernt, um die Lidfehlstellung zu korrigieren und das vollständige Sichtfeld des Patienten wiederherzustellen. Hierbei werden im Normalfall 0,5-2cm Haut entfernt. Im Anschluss wird die Wunde mit einer sehr feinen Nadel vernäht. Allerdings ist darauf zu achten, dass kein Zug auf dem Gewebe bestehen darf.

Der gesamte Eingriff dauert ja nach Umfang etwa 45-60 Minuten. Die Fäden werden meist etwa 4-6 Tage nach dem Eingriff gezogen. Das Ergebnis der Straffung ist dauerhaft. Schlupflider können auch mithilfe einer Laserbehandlung korrigiert oder in bestimmten Fällen mithilfe einer Botox-Injektion behandelt werden, die die Augenbrauen leicht anhebt und das Gewebe darunter somit leicht anhebt und das Auge öffnet. Da Wirkung von Botox nicht dauerhaft ist und die Botox-Injektion daher regelmäßig wiederholt werden muss, ist diese Behandlung keine Dauerlösung sondern nur ein Übergang vor einer chirurgischen Lidstraffung.

Was ist eine Augenlidkorrektur?

Die Lidstraffung(Blepharoplastik) auch genannt Augenlidkorrektur ist einer der mit am häufigsten durchgeführten ästhetischen Eingriffe. Die Blepharoplastik ist gerade deshalb so beliebt, weil sie durch minimalen chirurgischen Aufwand ein sichtbar verändertes Ergebnis erzielt. Bei dem operativen Eingriff wird überschüssige Haut und Fettgewebe am Ober- und/oder Unterlid entfernt. Der Effekt: Ein wacher, offener Blick und eine gestraffte Augenpartie.

Ab wann sollte man eine Augenlidkorrektur vornehmen?

Die meisten Patienten entscheiden sich zwischen 40 und 60 Jahren für eine Augenlidkorrektur. Jedoch ist das Problem der Schlupflider nicht unbedingt eines der älteren Generation. Einige Menschen haben auch schon in jungen Jahren hängende Oberlider, die das gesamte Lid bedecken und einen müden oder auch gelangweilten Blick hervorrufen. Bei jungen Menschen sind Schlupflider und stark hervortretende Tränensäcke meist erblich bedingt. Man sollte eine Augenlidkorrektur dann vornehmen lassen, wenn man sich nicht mehr wohl fühlt und der Blick in den Spiegel und die Reaktionen von anderen Menschen auf das eigene „müde Antlitz“ dauerhaft auf das Gemüt schlagen.

Gibt es medizinische Indikationen, dass eine Augenlidkorrektur durchgeführt werden muss?

Ja, gibt es! Eine Operation ist dann zwingend notwendig, wenn die fehlende Elastizität der Augenlider ernsthafte Beeinträchtigung im Alltag darstellt. Ein durch hängende Lider eingeschränktes Sichtfeld kann beispielsweise im Straßenverkehr fatale Folgen haben. Entzündungen der Bindehaut oder am Lidrand können auch Indikationen sein. Angeborene oder durch einen Unfall verursachte Augenlidfehlstellungen stellen ebenfalls einen medizinischen Beweggrund dar.

Welche Methoden der Augenlidkorrektur gibt es?

Bei der Oberlidstraffunwird in der natürlichen Lidfalte ein feiner Schnitt mit dem Skalpell gesetzt. Das hervorgetretene Fettgewebe und die überschüssige Haut werden entfernt. Eventuell wird auch eine Straffung des darunterliegenden Muskelgewebes durchgeführt. Die Narbe verschwindet nach ca. 3 Monaten kaum erkennbar in der Lidfalte.

Die Entfernung der hervortretenden Tränensäcke kann sich etwas aufwändiger gestalten, dafür hinterlässt die Unterlidstraffung in vielen Fällen keinerlei Narben. Ein feiner Schnitt entlang des Wimpernrandes reicht in den meisten Fällen aus, um die Haut zu straffen und die hervorstehenden Fettpölsterchen zu entfernen. Muss jedoch viel Gewebe entfernt werden und die Erschlaffung der Haut ist bereits fortgeschritten, kann es sein, dass der Schnitt seitlich am Auge weitergeführt werden muss. Jedoch sind auch diese Narben nach wenigen Monaten kaum noch erkennbar.

Welche Risiken birgt eine Augenlidkorrektur?

Komplikationen bei einer OP sind nie komplett auszuschließen, deshalb werden einige mögliche Nebenwirkungen im Folgenden aufgelistet, auch wenn die Risikowahrscheinlichkeit bei einer Augenlidkorrektur äußerst gering eingeschätzt werden kann:

  • Allergische Reaktionen auf das Lokalanästhetikum oder andere Medikamentenunverträglichkeiten
  • (Nach)-blutungen, Durchblutungsstörungen und Wundheilungsstörungen
  • Trockene und brennende Augen in den ersten Wochen, vor allem bei der Arbeit am Bildschirm
  • In seltenen Fällen ist das Ergebnis asymmetrisch oder eine „Überkorrektur“ sorgt dafür, dass sich die Lider für einige Zeit nicht mehr komplett schließen lassen – eine Nachkorrektur ist hierbei dann nötig

Um dieses Risiko möglichst gering zu halten, sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf die Erfahrung Ihres Arztes legen. Solange die Betreuung und Durchführung von einem kompetenten und seriösen Facharzt mit langjähriger Erfahrung gewährleistet ist, besteht aber kein Grund zu Sorge. Sie können die Risiken natürlich auch selbst minimieren, indem Sie sich an bestimmte Anweisungen vor und nach der Augenlidkorrektur halten.

Was gilt es vor einer Augenlidkorrektur zu beachten?

Unbedingt notwendig ist das Einstellen blutverdünnender Medikamente bereits zwei Wochen vor dem Eingriff. Setzen Sie die Medikamente nicht eigenständig ab, sondern besprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt welche Ersatzmedikamente sich eventuell anbieten würden. Zwei Wochen vor der OP dürfen keine Impfungen durchgeführt werden.

Informieren Sie den Arzt unbedingt über Ihre bisherige Krankengeschichte.
Empfehlenswert wäre der Verzicht auf Nikotin ab einer Woche vor dem Eingriff, um die Durchblutung zu fördern und somit die Wundheilung zu beschleunigen.

Was gilt es nach einer Augenlidkorrektur zu beachten?

Es werden mit Sicherheit kleine Schwellungen im Augenbereich entstehen – daher ist eine Kühlung der Augen unumgänglich und wird dringend nach der OP in regelmäßigen Abständen empfohlen.

Eine erhöhte Schlafposition wirkt sich zudem positiv auf die Wundheilung aus.
Außerdem sollte direkte UV-Strahlung in den ersten Monaten vermieden werden, da sich die Narben durch die Sonneneinstrahlung verfärben und auffälliger werden können.

Wie üblich nach operativen Eingriffen sollte auf Sport oder generell körperliche Anstrengung verzichtet werden. In diesem Fall kann man etwa nach zwei Wochen wieder Sport treiben und sich auch größeren körperlichen Anstrengungen stellen.
Auch nach der Operation sollten zwei Wochen keine Impfungen stattfinden. Vom Konsum von Alkohol und Nikotin wird ebenfalls bis zu zwei Wochen nach dem Eingriff abgeraten. Die Arbeits- und Gesellschaftsfähigkeit besteht aber bereits wenige Tage nach der OP wieder.

Wie lange dauert nach einer Augenlidkorrektur die Schwellung an?

Schwellungen und Blutergüsse heilen in der Regel nach sieben bis zehn Tagen wieder ab. Eine konsequente Kühlung in den ersten Tagen beschleunigt den Heilungsprozess enorm.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Da die Augenlidkorrektur zu den ästhetischen Eingriffen zählt, übernimmt die Krankenkasse in der Regel keinerlei Kosten. Im Falle einer medizinischen Indikation ist der Fall individuell bei der Krankenkasse einzureichen.

Benötigt man dafür eine medizinische Indikation vom Arzt?

Sollte eine medizinische Indikation vom behandelten Arzt vorliegen, besteht die Möglichkeit, dass zumindest ein Teil der Kosten von der Krankenkasse getragen wird. Diese medizinische Indikation muss auf jeden Fall ein zugelassener Arzt bestätigen können.

Mögliche Nebenwirkungen, Risiken oder Komplikationen:

  • Eine Schlupflidentfernung ist ein relativ risikoarmer Standardeingriff, wenn sie von erfahrenen Ärzten durchgeführt wird

  • Blutergüsse und Schwellungenkönnen dennoch auftreten

  • Dünne Narben sind normal, können jedoch mit entsprechender Pflege minimiert werden.

<iframe width=“560″ height=“315″ src=“https://www.youtube.com/embed/AaxMEpIhgCo“ frameborder=“0″ allow=“accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture“ allowfullscreen></iframe>

Zu beachten vor und nach der Behandlung:

Vor dem Eingriff:

  • Mindestens eine Woche vor der Behandlung auf Alkoholkonsum und gerinnungshemmende Medikamente verzichten um Blutergüsse zu vermeiden

  • Kein Make-Up bis zur Ziehung der Fäden

  • Solarium oder starke Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden

  • Auf Alkoholkonsum sollte verzichtet werden, da dies die Lidschwellung verstärken kann

Nach dem Eingriff:

  • Mindestens zwei Wochen sollte auf Sport verzichtet werden

  • Nach etwa einer Woche Erholungsphase ist die Rückkehr in den normalen Alltag möglich