Korrektur des Nasenrückens

Korrekturen des Nasenrückens umfassen den knöchernen sowie den knorpeligen Teil der Nase und können die Begradigung von Schiefnasen, die Entfernung von Nasenhöckern, die Verschmälerung der Nase oder die Korrektur einer Spann- oder Sattelnase beinhalten. Mit diesem Eingriff kann der Nase ein völlig neue Form verliehen werden.

Die wichtigsten Informationen

Das Ziel dieses Eingriffs ist es, ästhetische Merkmale oder Deformierungen der Nase wie einen Nasenhöcker zu korrigieren sowie funktionale Defekte, die beispielsweise bei einer extremen Schiefnase die Nasenatmung behindern, zu beheben. So können angeborene oder durch Krankheit oder einen Unfall entstandene Missbildungen und ästhetische Makel der Nase korrigiert werden.

Da es sich um einen großen und komplizierten Eingriff handelt, wird er immer unter Vollnarkose und nach einem ausführlichen Vorgespräch durchgeführt.

Der Zugang erfolgt im Inneren der Nase über einen kurzen Schnitt im vorderen Bereich der Nasenscheidewand. Deshalb sind nach einer derartigen Nasenkorrektur keine sichtbaren Narben vorhanden. Nach Durchtrennung des Nasenstegs wird das Schleimhautgewebes abgelöst und angehoben und das Nasenskelett zur Bearbeitung freigelegt, um beispielsweise den knöchernen Überschuss eines Nasenhöckers abzutragen oder den Nasenrücken zu verschmälern.

Je nach Art des Eingriffs werden die Knochen der Nasenpyramide seitlich durchtrennt beziehungsweise gebrochen und in der gewünschten Form wieder angeordnet, um beispielsweise die typische S-Form einer Schiefnase zu korrigieren. Häufig wird im Zuge dieses Eingriffs auch die Nasenscheidewand begradigt. Um nach einer Korrektur des Nasenrückens ein harmonisches Ergebnis zu erzielen, kann es notwendig sein, zusätzlich Form und Größe der Nasenspitze oder die Nasenflügel mit anzupassen.

Nach einer Korrektur des knöchernen Teils der Nase werden stützende Nähte und zusätzliche Stützelemente wie Schienen in die Nase eingebracht, die den gebrochenen oder instabilen Teil des Knochens in Position halten und nach ca. 2 Wochen wieder entfernt werden können. Die Schnitte werden meist mit selbstauflösenden Fäden vernäht, wodurch das Ziehen der inneren Stütznähte nicht nötig ist.

Das Ergebnis kann frühestens nach etwa einem halben Jahr endgültig beurteilt werden, da die Schwellung im Nasenbereich nur sehr langsam abklingt und sich danach noch kleinere Veränderungen einstellen können. Im Normalfall ist das Ergebnis dauerhaft, außer es stellen sich weitere Verwachsungen oder Komplikationen im Heilungsverlauf ein, die die Form der Nase auf lange Sicht verändern können.

Nasenhöcker können auch mithilfe einer Hyaluronsäure-Injektion als minimalinvasive Alternative korrigiert werden, wodurch kleinere Unebenheiten und Höcker ausgeglichen sowie eingesunkene Bereiche aufgefüllt und die Proportionen der Nase deutlich harmonisiert werden können. Das Ergebnis ist bei dieser Art der Behandlung allerdings aufgrund des natürlichen Abbauprozesses von Hyaluronsäure nicht dauerhaft und muss nach 6 bis 12 Monaten aufgefrischt werden.

Mögliche Nebenwirkungen, Risiken oder Komplikationen:

  • Nachblutungen und Blutergüsse

  • Schädigung oder Perforation der Nasenschleimhaut

  • Das übliche Narkose- sowie Infektionsrisiko im Zuge eines chirurgischen Eingriffs

  • Äußere und innere Schwellungen. Vorübergehende Verschlechterung der Atmung durch die innere Schwellung der Schleimhaut, der Nasenwände, der Nasenscheidewand und der Nasenmuscheln

  • Vorübergehende Verschlechterung des Geruchssinns. Speziell bei sehr komplizierten Korrekturen der Nasenscheidewand kann es auch zu bleibenden Störungen des Geruchssinns kommen

  • Verringerte Stabilität der Nase

  • Kallusbildung (Verdickung des Knochengewebes an der Stelle der Fraktur) die zu unästhetischen Höckern führen kann

  • Unebenheiten des Nasenrückens durch unkontrollierbare Narbenbildung, die zu einer Verziehung des Nasenrückens und Abweichung von der Geraden führen können.

  • Infektionen der Nasenscheidewand oder Nachblutungen nach einer Septumkorrektur, welche die Durchblutung des Septumknorpels derart beeinträchtigen, dass er abstirbt und sich auflöst, was wiederum den Einbruch des Nasenrückens und die Bildung einer Sattelnase zur Folge haben kann

  • Infektionen der Nasenscheidewand oder Nachblutungen, welche die Durchblutung des Septumknorpels derart beeinträchtigen, dass er abstirbt und sich auflöst, was wiederum den Einbruch des Nasenrückens und die Bildung einer Sattelnase zur Folge haben kann

  • Eine mögliche Komplikation bei der Korrektur einer Schiefnase ist die Rückkehr in die ursprüngliche Schiefstellung nach der OP

Zu beachten vor und nach der Behandlung:

Vor dem Eingriff:

  • 14 Tage vor der Operation dürfen keine blutverdünnenden Medikamente (Aspirin, Marcoumar, Vitamin E etc.)  eingenommen werden, sowie Schlafmittel und Alkohol vermieden werden um Blutungsstörungen vor zu beugen und das Risiko einer Nachblutung zu vermindern

  • Um Wundheilungsstörungen durch eine verminderte Durchblutung zu vermeiden, sollte vor als auch nach der Operation auf Zigarettenkonsum verzichtet werden

Nach dem Eingriff:

  • Die ersten 5 Tage nach der OP sollte mit hochgelagertem Kopf oder Oberkörper geschlafen werden, um erhöhten Blutdruck im Kopf- und somit operierten Nasenbereich zu vermeiden.

  • Bei Korrekturen des knöchernen Nasenanteils bzw. Brechen des Nasenbeins oder Korrekturen der Nasenscheidewand müssen die instabilen Teile durch einen äußeren Gips und innere Tamponaden stabilisiert werden.

  • Bei Brüchen des Nasenbeins und Nasenscheidewandkorrekturen sollte unbedingt eine Infektionsprophylaxe durch Antibiotika durchgeführt werden (10-14 Tage)

  • Um die Augen und im operierten Nasenbereich sind mit mittleren bis starke Schwellungen zu rechnen, speziell die Schwellungen an den Augen können durch Kühlen gelindert werden.

  • Mindestens 8 Tage nach der Operation sollte die Nase ruhig gehalten werden um einer Verschiebung der korrigierten Gewebeteile zu vermeiden

  • Intensive Wärme sowie starke Sonneneinstrahlung sollte für etwa 3 Monate vermieden werden, auf Sport und körperlich anstrengende Tätigkeiten sollte mindestens 1 Monat verzichtet werden

  • Die Nase sollte nicht unter Druck gesetzt werden durch Niesen mit geschlossenem Mund oder Schnäuzen der Nase

  • Das Ergebnis kann frühestens nach etwa einem halben Jahr endgültig beurteilt werden, da die Schwellung im Nasenbereich nur sehr langsam abklingt, danach können sich noch kleinere Veränderungen einstellen.

  • Bei einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis sollte vor einem erneuten Eingriff mindestens ein Jahr gewartet werden.