Nasenspitzenkorrektur

Die Nasenspitze hat einen großen Einfluss auf den Gesamteindruck und die Gesamtproportionen der Nase. Die Korrektur der Nasenspitze betrifft den knorpeligen Teil der Nase und ist ein deutlich kleinerer Eingriff im Vergleich zu anderen Nasenkorrekturen. Im Zuge dieses Eingriffs kann die Form und Größe sowie Position der Nasenspitze verändert werden. Je nach angewandter Operationstechnik kann die Nasenspitze verschmälert, angehoben oder abgesenkt werden.

Die wichtigsten Informationen

Die Nasenspitzenkorrektur ist ein deutlich kleinerer und schonenderer Eingriff als andere Arten von Nasenkorrekturen, bei denen im Gegensatz zu der Nasenspitzenkorrektur nicht nur das Knorpelgewebe und die Weichteile, sondern auch der knöcherne Teil des Nasenskeletts korrigiert wird.

Deshalb ist die Nasenspitzenkorrektur mit einer deutlich kürzeren Heilungsdauer sowie einem wesentlich geringeren Komplikationsrisiko verbunden und kann unter Lokalanästhesie vorgenommen werden. Der Eingriff wird durch die Nasenlöcher durchgeführt und über diesen Zugang der Knorpel abgetragen, ein neues Stück Knorpel transplantiert oder die vordere Nasenscheidewand verkürzt, um die gewünschte Form der Nasenspitze zu erzielen.

So kann eine Anhebung oder Absenkung sowie Verkleinerung der Nasenspitze erzielt werden. Für eine Vergrößerung der Nasenspitze kann eigenes Knorpelgewebe verwendet oder auf Kunststoffimplantate zurückgegriffen werden. Nach der gewünschten Korrektur der Nasenweichteile, werden die Wunden vernäht und Tamponaden gegen die Blutung gelegt.

Das endgültige und im Normalfall dauerhafte Ergebnis ist nach etwa 2 bis 3 Monaten zu erkennen, wenn die Schwellung vollständig abgeklungen ist.

Die Korrektur der Form der Nasenspitze kann teilweise auch mithilfe einer Hyaluronsäure-Injektion erfolgen. Das Ergebnis ist in diesem Fall jedoch nicht dauerhaft und muss in regelmäßigen Abständen zwischen 6 und 12 Monaten wieder aufgefrischt werden.

Mögliche Nebenwirkungen, Risiken oder Komplikationen:

  • Das Komplikationsrisiko ist bei diesem Eingriff relativ gering

  • Schwellungen und Blutergüsse sind völlig normale Begleiterscheinungen

  • Das Infektionsrisiko ist bei Einhaltungen von Hygienevorschriften relativ gering

  • Wiederholtes Nasenbluten, speziell bei starker körperlicher Anstrengung, die den Blutdruck erhöht

  • Absenkung der Nasenspitze durch ungenügende Abtragung des knorpeligen Nasenrückens und Stabilisierung der Nasenspitze

  • Sonstige Nasenspitzendeformierungen durch asymmetrische Korrekturen der Flügelknorpel und unpräzise gesetzte Nähte

Zu beachten vor und nach der Behandlung:

Vor dem Eingriff:​

  • 14 Tage vor der Operation dürfen keine blutverdünnenden Medikamente (Aspirin, Marcoumar, Vitamin E etc.)  eingenommen werden, sowie Schlafmittel und Alkohol vermieden werden um Blutungsstörungen vor zu beugen und das Risiko einer Nachblutung zu vermindern

  • Um Wundheilungsstörungen durch eine verminderte Durchblutung zu vermeiden, sollte vor als auch nach der Operation auf Zigarettenkonsum verzichtet werden

Nach dem Eingriff:

  • Die Heilungsdauer nach einer Nasenspitzenkorrektur ist relativ kurz und der Patient kann bereits einen Tag nach dem Eingriff wieder in den normalen Alltag zurückkehren.

  • Auf Sport und körperlich anstrengende Tätigkeiten sollte mehrere Wochen verzichtet werden

  • Die Nase sollte nicht unter Druck gesetzt werden

  • Intensive Wärme sowie starke Sonneneinstrahlung sollte für etwa 3 Monate vermieden werden