Tatsächlich sind Botox, Filler und chirurgische Eingriffe bei Anfang bis Mitte 20-Jähriger keine Seltenheit mehr. Anhand einer Studie der American Society of Plastic Surgeons ist die Nachfrage nach Botox bei den 20-bis 29-Jährigen seit 2010 um 23 Prozent gestiegen.

BOTOX ALS PRÄVENTION GEGEN FALTENBILDUNG

Der medizinische Wirkstoff Botulinumtoxin A, kurz als „Botox“ bekannt, ist ein Proteinkomplex, der die Nerven- und Muskelfunktion hemmt und darum auch als Nervengift einzustufen ist. Ursprünglich wurde Botox zur medizinischen Behandlung neurologischer Bewegungsstörungen und Krankheitsbilder eingesetzt. Erst 1992 fand das Ärztepaar J. und A. Carruthers zufällig heraus, dass Botulinumtoxin A zur temporären Verminderung von mimischen Hautfalten genutzt werden kann. Eine Zulassung für kosmetische Zwecke erhielt das Präparat aber erst 2002.

Warum wird Botox gegen Falten eingesetzt?

Botox wird direkt in den Muskel gespritzt, wo es Nervenimpulse blockiert. Der entsprechende Muskel wird „gelähmt“ und kann nicht wie gewohnt angespannt werden. Der Vorteil: Die Muskelentspannung glättet Falten nicht nur, sondern verhindert auch, dass sich weitere sogenannte Mimikfalten – wie sie durch Gesichtsbewegungen entstehen – bilden. Mimischen Falten, wie sich durch ständige Muskelbewegungen im Gesicht entstehen, können durch die Injektion tatsächlich vorgebeugt und der Alterungsprozess länger hinausgezögert werden. Komplett faltenfrei bleiben aber selbst Patientinnen, die sich in jungen Jahren Botox spritzen lassen, nicht. Auch, wenn die Schönheitsmedizin heute große und innovative Fortschritte erzielt, kann der natürliche Alterungsprozess des Körpers nicht komplett gestoppt werden.

GIBT ES NEBENWIRKUNGEN BEI EINER BOTOX BEHANDLUNG?

Direkt nach der Injektion kann es temporär an den Einstichstellen zu Rötungen, Schwellungen und blauen Flecken kommen. Die Injektion verursacht zudem oft ein leichtes Brennen.

Die Wirkung von Botox ist auch zeitlich begrenzt. Nach ca sechs Monaten lässt der Effekt von Botox nach. Aber keine Sorge: Wer unter 30 mit den Botox Behandlungen beginnt, muss nicht sein ganzes Leben lang zum Dermatologen oder ästhetisch-plastischen Chirurg.

Zudem gibt es den neuen Trend zur besonders niedrigen Dosierung der verabreichten Einzeldosis von Botox. Diese niedrige Dosierung, die  in den USA als BABY BOTOX bezeichnet wird, verspricht sichtbar natürlichere Ergebnisse, hält allerdings auch dementsprechend kürzer.

WAS IST DER UNTERSCHIED ZU NORMALEM BOTOX?



Abgesehen von dem natürlicheren Ergebnis, kann Baby Botox Im Vergleich zu normalem Botox variabel in mehreren Bereichen des Gesichts angewendet werden. Nicht nur das verhasste Stirnrunzeln und Krähenfüße, sondern auch die sogenannten Marionettenfalten am Mund, sowie Raucherfalten um die Lippen können mit Baby Botox leicht behandelt werden, auch eine Kinnstraffung ist möglich. Aufgrund der niedrigeren Dosierung hält die Wirkung von Baby Botox mit ca. drei Monaten kürzer an als von regulärem Botox.

WIE SCHNELL SIEHT MAN DIE WIRKUNG VON BOTOX?

Dies ist von Mensch zu Mensch verschieden, da die Wirkung von Botox erst im Laufe der nächsten Woche sichtbar wird. Generell kann man sagen, dass zwischen 3 und 6 Tagen die Wirkung eintritt und die meisten Ärzte einen Kontrolltermin nach 2 Wochen vereinbaren wollen um zu sehen ob die Wirkung wie geplant in allen betroffenen Muskeln gleich ist. Sollte eine kleine Korrektur notwendig sein, ist dies meist im Preis inbegriffen.

Nach einer Botox-Behandlung: Ab wann bin ich wieder gesellschaftsfähig?

Die Nachwirkungen einer Botox-Behandlung dauern in der Regel nicht lange. Die behandelten Stellen verlangen eine ausreichende Kühlung direkt im Anschluss, danach können Sie sich wieder wie gewohnt schminken/pflegen und sind schnell wieder gesellschaftsfähig.

Hilft Botox gegen Schwitzen?

Bei einer Schweißbehandlung wird Botox in kleinen Abständen an den betroffenen Stellen injiziert. Daher gibt es keine Ganzkörperbehandlung. Geeignet ist die Therapie daher, wenn die Schweißausbrüche begrenzt in einem bestimmten Areal auftreten. Pro Achselhöhle werden durchschnittlich zwischen 10- und 20-mal Stiche gesetzt und das Neurotoxin injiziert. Um die Schmerzen zu minimieren, wird das zu behandelnde Areal vorab entweder vereist oder mit einer anästhesierenden Salbe betäubt.

Wie schnell wirkt Botox bei einer Schweiss-Behandlung?

Die Wirkung von Botox setzt im Vergleich zum Gesicht etwas später ein. Generell kann man sagen, dass nach ca. 14 Tagen die Wirkung deutlich spürbar nachgelassen hat.

Welche Areale kann ich mit Botox gegen Schwitzen behandeln lassen?

Die Botox-Behandlung gegen Schwitzen lässt sich auch an anderen Hyperhidrose-Herden wie an Handinnenflächen, Fußsohlen oder am Kopf durchführen. Die Einstiche sind dort allerdings schmerzhafter als in den Achselhöhlen, da die Nervenendigungen dicht zusammen liegen. Mit einer Regionalanästhesie, die die gesamte Hand oder den Fuß betäubt, kann helfen.

 

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